Die Länder des Schengen-Raums

Der Schengen-Raum, benannt nach dem „Schengen Abkommen“, bezeichnet ein Gebiet, in dem sich 26 verschiedene europäische Nationen mit anderen Mitgliedsstaaten bzw. Nicht-Mitgliedsstaaten auf die Abschaffung der Binnengrenzen sowie auf den freien und unbeschränkten Verkehr von Personen, Gütern, Dienstleistungen und Kapital einigten, und dies in Übereinstimmung mit den allgemein gültigen Regeln zur Kontrolle der Außengrenzen und der Bekämpfung der Kriminalität durch die Stärkung des Rechtssystems und der polizeilichen Zusammenarbeit.

Durch den Schengen-Raum existieren die Grenzen zwischen europäischen Staaten nur auf Landkarten, da über 400 Millionen Bürgern aus 26 Mitgliedsstaaten die Freiheit eingeräumt wird, sich ohne Pass- und Grenzkontrollen so wie in einem einzigen Staat frei sowohl inner- als auch außerhalb des Gebietes zu bewegen, da in allen Ländern die allgemeinen Rechte auf Reise- und Bewegungsfreiheit Gültigkeit haben.

Schengen-Raum

Gegründet 1995
Mitglieder
Bevölkerungszahl 419,392,429
Gebiet 4,312,099 km2 (1,664,911 sq mi)

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Mitgliedsstaaten des Schengen-Raums:

Liste der Staaten des Schengen-Raums

  • Belgien
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Island
  • Italien
  • Lettland
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Schweden
  • Schweiz
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ungarn

Wie man der obigen Liste entnehmen kann, besteht der Schengen-Raum aus sechsundzwanzig (26) Mitgliedsstaaten, von denen zweiundzwanzig (22) den Schengen-Acquis vollständig und vier (4) von ihnen, Mitglieder des Europäischen Verbands Fairer Handel (EFTA), den Schengen-Acquis durch spezifische Übereinkommen in Bezug auf das Schengener Abkommen umsetzen.

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Drei (3) der folgenden europäischen Länder sind assoziierte Mitglieder des Schengen-Raums, aber keine Mitglieder der Europäischen Union: Island, Norwegen und die Schweiz.

Drei (3) der folgenden Gebiete sind außerordentliche Mitglieder der Europäischen Union und Teil des Schengen-Raums, auch wenn sie sich außerhalb des europäischen Kontinents befinden: die Azoren, Madeira und die Kanarischen Inseln.

Andererseits haben drei (3) andere Staaten offene Grenzen, sind aber keine Mitglieder des Schengen-Raums: Monaco, San Marino und Vatikanstadt.

Es gibt sechs (6) weitere Mitglieder der Europäischen Union, die dem Schengen-Raum noch nicht beigetreten sind: Irland und das Vereinigte Königreich, das sich noch Austrittsoptionen vorbehält und Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Zypern, die in Kürze beitreten sollen und dies auch befürworten.

Die externen Grenzen des Schengen-Raums sind insgesamt 50.000 Kilometer lang, 80 Prozent davon verlaufen im Wasser und 20 Prozent an Land.

Das Gebiet umfasst Hunderte von Flug- und Seehäfen, zahlreiche Übergangsstellen an den Landesgrenzen, ein Areal von 4.312.099 Millionen Quadratkilometern und eine Bevölkerungszahl von 419.392.429 Millionen Einwohnern.

Achtung! Obwohl die meisten Schengen-Staaten Mitglieder der Europäischen Union sind, darf der Schengen-Raum nicht mit der EU verwechselt werden.

Mitgliedsstaaten der EU:

  • Österreich (1995)
  • Belgien (1958)
  • Bulgarien (2007)
  • Kroatien (2013)
  • Zypern (2004)
  • Tschechien (2004)
  • Dänemark (1973)
  • Estland (2004)
  • Finnland (1995)
  • Frankreich (1958)
  • Deutschland (1958)
  • Griechenland (1981)
  • Ungarn (2004)
  • Irland (1973)
  • Italien (1958)
  • Lettland (2004)
  • Litauen (2004)
  • Luxemburg (1958)
  • Malta (2004)
  • Niederlande (1958)
  • Polen (2004)
  • Portugal (1986)
  • Rumänien (2007)
  • Slowakei (2004)
  • Slowenien (2004)
  • Spanien (1986)
  • Schweden (1995)
  • Vereinigtes Königreich (1973)

Die wesentlichen Merkmale des Schengen-Raums

Ergebnisse der Grenzabschaffung zwischen europäischen Ländern:

Staatsangehörige aus allen Ländern der Welt dürfen die Binnengrenzen der Schengen-Staaten ohne Grenzkontrollen überschreiten.

Es bestehen gemeinsame Standards im Hinblick auf die Überschreitung der Außengrenzen der Schengen-Staaten.

Es herrschen einheitliche Bedingungen bei allen Schengen-Staaten für die Einreise und für Kurzaufenthaltsvisa.

Es besteht eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen der Polizei der Mitgliedsstaaten.

Es findet eine bevorzugte justizielle Zusammenarbeit zwischen Schengen-Staaten einschließlich einer schnelleren Auslieferung von Kriminellen und einem vereinfachten Überführungsverfahren zur Vollstreckung eines Urteils statt.

Es besteht Zugriff auf eine gemeinsame, hochentwickelte Datenbank, die Mitgliedsstaaten beim schnellen Informationsaustausch über Personen und Güter unterstützt, bekannt als das Schengener Informationssystem (SIS).

Trotz des Ausmaßes an Bewegungsfreiheit, die der Schengen-Raum gewährt, hat die Polizei die Befugnis, unter bestimmten Umständen Kontrollen an Binnengrenzen und in Grenzgebieten durchzuführen, doch dies fällt nicht unter den Begriff Grenzkontrolle. Die Polizei kann an Binnengrenzen Personen zu ihrem Schengen-Aufenthalt befragen und zusätzliche, damit verbundene Fragen an sie richten.

Sollte die ganzheitliche innere Sicherheit aufgrund einer ernsthaften Bedrohung gefährdet sein, kann ein Schengen-Staat an den Binnengrenzen vorübergehend wieder Grenzkontrollen durchführen, aber nicht länger als 30 Tage.

Kriterien für die Mitgliedschaft im Schengen-Raum

Viele europäische Länder sind entschlossen, Teil des Schengen-Raums zu werden bzw. dem Raum beizutreten, aber nicht alle können dies grundsätzlich und sofort tun. Das kommt daher, weil beitrittswillige Staaten einige Vorbedingungen oder Kriterien erfüllen müssen oder weitere Vorbereitungen zu treffen haben, um diesen Kriterien gerecht zu werden. Dazu gehören folgende Voraussetzungen:

die Fähigkeit, im Interesse anderer Schengen-Staaten die Außengrenzen des Raums zu kontrollieren sowie einheitliche Schengen-Visa auszustellen

die Kompetenz, nach der Abschaffung der Grenzkontrollen zwischen den Schengen-Staaten effektiv mit den Strafverfolgungsbehörden anderer Schengen-Staaten hinsichtlich eines höheren Sicherheitsniveaus zusammenzuarbeiten.

bereit zu sein, das „Schengen-Acquis” oder die Schengen-Bestimmungen anzuwenden, um die Landes-, See- und Luftraumgrenzen zu kontrollieren, Kurzaufenthalt-Schengen-Visa auszustellen und die polizeiliche Zusammenarbeit sowie den Datenschutz zu gewährleisten

die Bereitschaft, Teil des Schengener Informationssystems (SIS) zu werden und es anzuwenden

*Anmerkung: Vor Eintritt eines Staates zum Schengen-Raum muss sich das beitrittswillige Land einer Schengen-Bewertung unterziehen. Danach werden alle Mitgliedsstaaten regelmäßigen Kontrollen unterzogen, um sicherzustellen, dass das Schengener Abkommen entsprechend zur Anwendung kommt.